Heute nicht mehr existente Vereine / Vereinigungen

Bis in die 1970er Jahre hatte Nüstenbach eine eigene freiwillige Feuerwehr bzw. einen eigenen Löschzug. Das ursprüngliche Feuerwehrgerätehaus wurde im Zuge der Umgestaltung des Dorfplatzes zusammen mit der Schule und dem Rathaus abgerissen und durch einen garagenähnlichen Bau ersetzt. Der steht jetzt den Nüstenbacher Vereinen als Lagerraum zur Verfügung. Ursprünglich wurde der Wasserdruck mit einer Handpumpe erzeugt, später mit einer Tragkraftspritze (im Bild unten zu sehen). Motorpumpe, Schläuche und sonstige Gerätschaften warem in einem Geräteanhänger untergebracht - ebenfalls im unteren Bild im Hintergrund erkennbar. Der Anhänger wurde von einem Traktor gezogen, wobei Zugfahrzeuge auf Grund der landwirtschaftlichen Prägung in großer Anzahl zur Verfügung standen. Auf dem Bild tragen zwei Wehrmänner den für die 60er Jahre typischen Stahlblechhelm. Vorher waren Pickelhauben und Messinghelme angesagt.

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Der Militärverein, es gibt nur wenige Belege für dessen Existenz, wird vermutlich 1904 gegründet worden sein - zumindest datiert eine Fotografie von der Fahnenweihe aus diesem Jahr.

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Die Landwirtschaftliche Ein- und Verkaufsgenossenschaft Nüstenbach e.G.m.b.H. wurde  laut Protokoll No. 1 am 12. Juni 1904 gegründet. Neben Vorstand und Aufsichtsrat hatte der "Rechner" eine wichtige Funktion: Er war für die Verwaltung des Geldbestandes und der Warenbestände verantwortlich. Dafür erhielt er eine Provision von 2 % aus den Einnahmen des Warenverkehrs. Ab dem 1. Januar 1934 war Theodor Kraft mit dieser Aufgabe betraut - vgl. Anstellungsvertrag. 1951 wurde beschlossen, eine Milchsammelstelle zu bauen. Der Ankauf des Baugrundstücks wurde in einem Protokoll vom 20. Mai 1951 beschlossen. Einige Jahre später kam es dann zur Verschmelzung der Nüstenbacher Genossenschaft mit der Raiffeisenwarengenossenschaft e.G.m.b.H. Lohrbach als aufnehmende Genossenschaft. Damit hatte der Firmenstempel nur noch Museumswert.

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Vom Radfahrerverein, 1911 gegründet, liegen die Statuten in gedruckter Form vor. Wann der Verein sich aufgelöst hat, ist derzeit nicht dokumentiert.

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Immerhin werden die Nüstenbacher Radfahrer - ob auch Damen dabei waren, ist nicht bekannt - anlässlich der Bannerweihe des Radfahrervereins "Concordia" Mosbach am Sonntag, 13. Juli 1924, nachmittags ½2 Uhr beim Blumenkorso erwähnt und mit 23 Punkten bedacht. Angesichts der Konkurrenz, insbesondere der Radler aus Offenbach am Main (!), eine anerkennenswerte Leistung.

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Am 14. Februar 1937 wurde ein Kleinkaliberschützenverein gegründet. Der erste "Vereinsführer" war der damalige Lehrer Friedrich Kniehl. Bereits am 6. Juni 1938 wurde der Bau eines Schützenstandes genehmigt. Standort des Schützenstandes war am Sohlberg, heute am Rand der Waldstadt gelegen und im Gelände noch erkennbar. Aus Unterlagen der Feuerversicherung geht hervor, dass der Schießstand tatsächlich errichtet worden war (Gebäudewert 600 RM). Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden alle Schützenvereine aufgelöst. Vom Schützenverein geblieben sind eine Reihe von Unterlagen und der Vereinsstempel - vom Schießen hatte man offensichtlich genug:

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