Männnervesper in Hildenbrands Kuhstall

Das nächste Männervesper ist für

Freitag, 22. Juni 2018,

um 19 Uhr in Hildenbrands Kuhstall geplant:

„Eine um ihr Leben und Lieben betrogene Generation – literarische Beispiele und persönliche Erinnerungen an die Kriegsjugend 1939/45“

„Ein deutscher Junge weint nicht!“ – aus der Hitlerjugend zum Flakhelfer, zum Volkssturm, das war Aufgebot in den letzten Tagen des Krieges.

Zuvor schon wurden blutjunge Männer als Soldaten der Wehrmacht eingezogen. Viele kamen nicht mehr zurück, andere kehrten teilweise erst zehn Jahre später heim, vielfach zerstört an Leib an Seele. Ihre Jugend wurde ihnen genommen.

kindersoldaten

Auch junge Frauen wurden in ähnlicher Weise für die Verlängerung des längst verlorenen Krieges um ihre Jugend betrogen.

In den Veröffentlichungen der sogenannten Trümmerliteratur von Heinrich Böll, Siegfried Lenz, Walter Kempowski und anderen fanden diese Lebensgeschichten schon bald Eingang in die Literatur. Aber viele aus der Generation haben ihr Leben lang darüber geschwiegen. Doch das Grauen des Krieges blieb zumindest in den Nächten, in den Träumen lebendig.

Heute wird intensiver in den Familien und in der Gesellschaft über diese betrogene Generation nachgedacht.

Birgit und Richard Lallathin, Pfarrer/in in der Johannes-Diakonie Mosbach, beide Jahrgang 1959, werden anhand von literarischen Beispielen und persönlichen Dokumenten aus ihren Familien über diese „betrogene Generation“ berichten und mit den Besuchern des Männervespers ins Gespräch kommen.